Neurodermitis – Atopische Dermatitis (Ekzem)

Wer ist betroffen?

Der Umgang mit Neurodermitis ist oft eine enorme Belastung im Alltag junger Patienten und ihrer Familien – eine Krankheit, die buchstäblich „unter die Haut“ geht.

Die familiär auftretende Neigung zu Ekzemen beginnt häufig im Säuglingsalter (Milchschorf). Bis ins Schulalter sind heute mit zunehmender Tendenz 5–20% der Kinder betroffen. Oft vermindern sich die Symptome und verschwinden mit Beginn der Pubertät.

Von den ursprünglich Betroffenen zeigen im Erwachsenenalter noch etwa 30% Beschwerden.

Wie kommt es zu Ekzemen?

Auf empfindlicher, trockener Haut – typischerweise in Ellenbeugen oder Kniekehlen, am Rumpf, Hals oder im Gesicht – kommt es zu wiederkehrenden Ekzemschüben (entzündlich gerötete Hautareale), verbunden mit belastendem Juckreiz.

Auslöser für den “Schub”

Verschiedenste, jeweils unterschiedliche Auslösefaktoren treffen beim Neurodermitis-Patienten auf eine in ihrer natürlichen Schutzfunktion gestörte Haut. Dabei spielen neben äußeren Auslösern, wie z.B. Nahrungsmittel, Schweiß oder bestimmte Kleidung auch innere Faktoren, wie psychische Belastungen eine wesentliche Rolle.

Das Identifizieren der für den Krankheitsschub verantwortlichen Auslöser erfordert zunächst ein hohes Maß an „Detektivarbeit“, auch unter Einbeziehung gezielter allergologischer Testverfahren.

Experte für die eigene Haut

Behandlungserfolge stellen sich am ehesten bei Patienten ein, die zum „Experten“ für ihre Haut geworden sind: Zahlreiche Studien belegen, wie sich Wohlbefinden und Hautzustand verbessern, wenn Patienten – auch schon im Kindesalter – selbst gezielt Einfluss auf ihre Erkrankung nehmen.

Behandlung

Somit erstellen wir unter anderem für jeden unserer Neurodermitis-Patienten einen Plan, mit dem er/sie die Behandlung mit individuell geeigneten Wirkstoffen und Pflegeprodukten an den jeweiligen Zustand seiner/ihrer Haut anpassen kann.

Ziel ist, dass sich mit zunehmender Erfahrung der Patienten die zu Behandlungsbeginn notwendige intensive Zusammenarbeit zu einer nur noch gelegentlichen, auf besondere Situationen beschränkten Betreuung wandelt.